Winterdiesel reicht allein nicht immer aus, damit Nutzfahrzeuge die kalte Jahreszeit ohne Probleme überstehen. Das kann unter anderem daran liegen, dass die Kältefestigkeit des Kraftstoffs teilweise niedriger ist als angegeben. Zum anderen werden die Labortests, die die Kältefahrbarkeit des Winterdiesels ermitteln, nicht immer unter realen Umweltbedingungen durchgeführt.
Das hat zur Folge, dass sich bereits bei Temperaturen über -20°C gefährliche Mengen von Paraffinkristallen bilden können.
Ein weiteres Problem ist die Bildung von Kondenswasser im Kraftstoffsystem. Hierfür verantwortlich ist die sogenannte Tankatmung – bei hoher Luftfeuchtigkeit aufgrund von Eis und Schnee sowie hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht bilden sich feine Wassertropfen im Kraftstoffsystem. Diese können bei Minusgraden gefrieren und den Kraftstofffilter verstopfen.
Wenn ein Dieselfahrzeug im Winter darüber hinaus längere Zeit nicht bewegt wird, besteht zudem die Gefahr, dass sich Bakterien im Tank sammeln und es zur Dieselpest kommt.

Quelle: NFM | Bild: Fotolia #169326730, mikebause

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