Einige Dinge fallen bei Wartung und Service weg. Dafür kommen neue Aufgaben hinzu. Orten Electric-Trucks kennt die Schritte bei der Erneuerung und gilt dabei als Umrüstpionier.

Kein Motoröl, keine Zahnriemen, Abgasanlage gibt es auch nicht! Zünd- und Glühkerzen sind auch keine vorhanden. Wie sieht denn wohl der Wartungsplan aus und wie soll man das Geld für die Gehälter verdienen? Das sind Fragen, die sich Kfz-Mechaniker und ihre Chefs in Zukunft des Öfteren stellen müssen. Beim Thema Elektromobilität werden Servicebetriebe nicht arbeitslos werden, allerdings ist ein konsequentes Umdenken, Umlernen und Umrüsten das Gebot der Stunde.

Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sind zwar auch Fahrwerk und Reifen, eine Lenkung und Bremsen und natürlich jede Menge Elektrik vorhanden. Aber vor Allem haben sie große Batterien, Ladeeinrichtungen und ein risikoreiches Hochvolt-System an Bord. Neu für viele ist auch die Rückeinspeisung von Energie ins System, die durch den Bremsvorgang gewonnen wird, genannt Rekuperationstechnik. Multifunktionsdisplays, die den Fahrern wichtige Informationen in Echtzeit zu den Betriebsabläufen geben sind ebenfalls Neuerungen. 90 % der Probleme an Fahrzeugen sind sogar per Ferndiagnose und im Idealfall auch per Over-the-Air-Update zu beheben; dieser Meinung sind jedenfalls die Fachleute.

Bereits vor fünf Jahren hat ein eigenständiges Start-up-Unternehmen mit der Elektrifizierung von dieselbetriebenen Nutzfahrzeugen begonnen. Orten Electric-Trucks ist eine junge Sparte des traditionellen Aufbauherstellers Orten. Hauptsitz ist Bernkastel-Kues an der Mosel.

„Die von uns umgerüsteten Fahrzeuge nutzen effiziente Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien und sind mit der bewährten Technik von Efa-S ausgestattet“. So der Geschäftsführer Robert E. Orten. Die Kunden aus dem Transportgewerbe sind durch Leistung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit überzeugt und die Fahrzeuge haben inzwischen eine Laufleistung von mehr als 5 Millionen Kilometern zurückgelegt. Neben der 100%igen Umrüstung von herstellerunabhängigen Nutzfahrzeugen auf E-Antrieb, hat sich der Elektro-Pionier gleichzeitig um einen nutzerfreundlichen Service gekümmert. Ein Kooperations-Netzwerk von ausgewählten Servicepartnern wurde in diesem Sinne aufgebaut. Durch umfangreiche Schulungen wurden die Fachleute auch für Garantiearbeiten autorisiert.

Schulungen vom Mitstreiter

Lokal ansässige Werkstätten und verschiedene Flottenmeister arbeiten in Deutschland mit Orten Electric-Trucks zusammen. In Berlin, Hamburg, Bochum, Frankfurt und Stuttgart gibt es zum Beispiel feste Servicewerkstätten. Ein Service-Partner-Vertrag wurde mit einer auf E-Mobilität spezialisierten Firma aus den Niederlanden abgeschlossen. Kunden aus kommunalen Stadtwerken erhalten umfangreiche Schulungen von deren Werkstattpersonal im Werk Wittlich Wengerohr.
Robert E. Orten: „Wir haben ein Schulungsmodell speziell dafür entwickelt. Auftretende Fehler und Störungen können damit analysiert werden. Geschultes Werkstattpersonal ist somit in der Lage mit unserem Servicemanager die Stör- oder Fehlerquelle zu prüfen und vor Ort zu beheben. Das betreffende Personal muss allerdings über die sicherheitstechnische Schulung zum Arbeiten an HV-Anlagen verfügen. Zusammen mit dem TÜV Nord erfolgen die entsprechenden Schulungen mehrfach jährlich bei uns im Werk. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein entsprechendes Zertifikat.“ Selbstverständlich dürfen auch Kunden ihre Mitarbeiter zur Schulung und mehrtägigen Ausbildung anmelden.

Das Unternehmen liefert für jedes elektrifizierte Fahrzeug eine professionelle Bedienungsanleitung. Stücklisten und Reparaturhinweise werden ebenfalls zur Verfügung gestellt.
In den Fahrzeugdisplays sind diese als Hilfestellung mehrsprachig hinterlegt. Sollten Fehler nicht vor Ort behoben werden können, wird ein mobiler Kundenservice von Orten eingesetzt, der in den Räumlichkeiten des jeweiligen Servicepartners die Problembeseitigung vornimmt.

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