6.000 Euro Umweltbonus: Prämie für den Kauf von E-Auto

Nun ist es in trockenen Tüchern: Die Kaufprämie für Elektroautos in Höhe von 6.000 Euro ist verabschiedet. Diesel- und Benziner werden nicht gefördert. Der Hintergrund: Die Senkung der Mehrwertsteuer von 19% auf 16% sei Kaufanreiz genug und würde für Diesel- und Benzinger gleichermaßen gelten. Die Kaufprämie oder Abwrackprämie dagegen gilt nur für „umweltfreundliche“ Antriebe: Elektrofahrzeuge, Hybrid-Fahrzeige und Wasserstoff-Antriebe.

Die Bundesregierung hat das viel diskutierte und von den einen erhoffte, wiederum von anderen verfluchte Rettungspakt verabschiedet. Es soll 130 Mrd. Euro schwer sein und dient angesichts der Corona-Krise als Konjunkturimpuls. Zuschüsse für Familien, ausgedehnte Hilfen für Kommunen, Mehrwertsteuersenkung und auch explizit die Förderung von Zukunftstechnologien sind als Eckpfeiler vorgesehen.

Autokaufprämie für Elektrofahrzeuge

Einer der im Vorfeld viel debattierten Punkte war die Einführung einer staatlichen Autokaufprämie. Anregungen aus der Autoindustrie und Verbänden zum Trotz, kommt diese jetzt definitiv nicht für Verbrennungsmotoren. Über die Senkung der Mehrwertsteuer sollen diese Antriebe indirekt profitieren. Dagegen steht die geplante Förderung von elektrischen Antrieben. Für Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro werden laut Bundeskanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Söder die staatlichen Anteile an dem Umweltbonus verdoppelt. Damit wird der Kauf eines rein batteriebetriebenen Fahrzeuges nun mit 6000 Euro unterstützt. Die Aufstockung des Umweltbonus soll bis zum 31. Dezember 2021 laufen.

Verbesserte Lade-Infrastruktur für Elektromobilität

Im Bereich Nutzfahrzeuge will der Staat ebenfalls den Kauf von klimafreundlichen Lastwagen deutlich bezuschussen. Zudem soll der Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur weiter vorangetrieben werden. Für die Forschung und die Weiterentwicklung von Elektromobilität und Batteriezellfertigung wird insgesamt ein Investitionsvolumen von 2,5 Mrd. Euro veranschlagt.

Die Autobranche hatte im Vorfeld der Verhandlungen zusätzlich auf die staatliche Förderung von Benzin- und Dieselautos gehofft. Dieser Wunsch wurde mit dem heutigen Beschluss nicht erfüllt: 50 Milliarden des Konjunkturprogrammes gehen in ein Zukunftspaket, das lediglich „eine verbesserte Förderung von Elektrofahrzeugen“ enthält.

Höhere Kfz-Steuer für Verbrenner-Motoren

Eine stärkere Ausrichtung der Kfz-Steuer in Bezug auf den Klimaschutz war ja schon beschlossen. Nun wird ab 2021 die Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer in erster Linie am CO2 Ausstoß erhoben. Die Höhe des Spritverbrauchs wird ebenfalls mit einbezogen werden. Die Politik will dadurch den Umstieg auf klimafreundliche Pkw zusätzlich antreiben.

Die Bundesregierung will mit den Konjunkturmaßnahmen auch ein deutliches Zeichen in Richtung zukunftsorientierter und vor allem nachhaltiger Technologie setzen. Die Autobranche will der Bund zu Investitionen in zukunftsträchtige Technologien ermuntern und bietet Fahrzeugherstellern und Zulieferern seine Mithilfe durch ein Bonus-Programm an. Hierfür stehen bis Ende 2021 etwa 10 Mrd. Euro bereit.

Einen Gesamtüberblick über das verabschiedete Konjunkturprogramm gibt es hier.

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