BorgWarner elektrifiziert den Turbo

Autozulieferer BorgWarner revolutioniert den Turbolader. Mit dem so genannten „eTurbo“ optimiert die Firma das bisher rein mechanische Bauteil mit Hilfe eines elektrischen Motors. Ab 2022 zieht die Neuerung in die Fahrzeuge eines führenden europäischen Automobilherstellers ein, wie BorgWarner jetzt mitteilte. Mit wem der Vertrag geschlossen wurde, teilte das Unternehmen nicht mit.

Mehr Drehmoment und besseres Ansprechverhalten

Bei der Technik funktioniert der Turbolader so, dass die eigentlich rein mechanische Welle direkt mit einem Elektromotor verbunden ist. Dadurch soll zunächst das spontane Ansprechverhalten des Turboladers um über 200 Prozent verbessert werden. Auch steigert sich nach den Herstellerangaben die Drehmomententfaltung um etwa 50 Prozent. Die Folge ist die endgültige Abschaffung des Turbolochs und ein außergewöhnliches Drehmoment bereits im unteren Drehzahlbereich.

Doch der eTurbo kann deutlich mehr, als die Leistung zu optimieren und effizienter zu nutzen. Überschüssige Turboenergie soll zur Rekuperation genutzt werden und hilft somit die elektrische Reichweite bei Hybridfahrzeugen zu steigern und den Verbrauch zu senken. Konkret nutzt das System überschüssige Energie aus dem Abgasstrom und wandelt diese direkt in elektrische Energie um. Laut BorgWarner könnte dadurch auch die Batterie kleiner und somit leichter gehalten werden.

Reduzierte Emissionen

Letztlich kann mit dem eTurbo auch die Abgasnachbehandlung besser gesteuert und das Verbrennungsluftverhältnis exakter kontrolliert werden. Dazu steigert der eTurbo den Abgasgegendruck des Motors und reduziert so Emissionen. Damit hilft der neue Turbo, die stets strenger werdenden Richtlinien auch einzuhalten.

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