Dem Auto steht die beste Zeit noch bevor

Mehr Fahrspaß, mehr Sicherheit und weniger Kraftstoffverbrauch kann durch die Anbindung von Fahrzeugen an das Internet erreicht werden. “Vernetzung macht das Auto effizienter”, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, auf dem 17. Technischen Kongress des VDA in Filderstadt. Als Beispiel dafür nannte der Bosch-Chef den vernetzten elektronischen Horizont. Diese Bosch-Technologie liefert künftig wichtige Verkehrsinformationen zu Wanderbaustellen, Staus und Unfällen in Echtzeit. Auf dieser Basis lassen sich bestehende Funktionen wie Start-Stopp-Segeln weiter verbessern. Zugleich können Plug-in-Hybride damit eine prädiktive Betriebsstrategie umsetzen. Solche Technologien senken die CO2-Emissionen um einen zweistelligen Prozentwert. “Diese effizienzsteigernden Maßnahmen sollten von der EU als Öko-Innovation anerkannt werden”, fordert Denner.

“Ein vernetztes Auto fährt vorausschauender als jeder Mensch”

Verbrauchsvorteile entstehen durch den Einsatz von Start-Stopp-Segeln und eine optimale Betriebsstrategie wirkt sich vor allem im realen Straßenverkehr aus. Im aktuellen Verbrauchsmesszyklus NEFZ kommen sie dagegen nicht zum Tragen. “Ein vernetztes Auto fährt vorausschauender als jeder Mensch”, sagte Denner.

Hochaktuelle Karten dienen als Grundlage für die Errechnung der effizientesten Route und der exakten Restreichweite. Auch die Alltagstauglichkeit elektrifizierter Fahrzeuge wird gesteigert. “Schon in zehn Jahren werden über 15 Prozent aller Neufahrzeuge weltweit elektrifiziert sein”, sagte Denner. Davon werden allein 13 Millionen Autos zumindest innerstädtische Strecken rein elektrisch fahren können. Um die elektrische Reichweite von Hybriden und Elektroautos noch weiter zu erhöhen, verbessert Bosch auch die elektronische Steuerung der Batterie. Dies kann die elektrische Reichweite eines Autos nochmals um bis zu zehn Prozent erhöhen und der Elektromobilität einen weiteren Schub geben.

Mit Öko-Innovationen CO2-Ziele der EU-Kommission erreichen

Technisch raffinierte Komponenten machen Fahrzeuge sparsamer und effizienter, um die anspruchsvollen CO2-Ziele der EU-Kommission zu erreichen. Die europäischen Vorgaben sehen vor, dass Neufahrzeuge im Jahr 2021 durchschnittlich nur 95 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren dürfen. Das entspricht einem Verbrauch von knapp über vier Litern. Im Jahr 2013 lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen eines Neufahrzeugs noch bei 132,9 Gramm pro Kilometer. Für die Öko-Innovationen prämiert die EU besonders umweltfreundliche Technologien. Diese kann der Fahrzeughersteller als CO2-Gutschriften auf seine Flottenverbrauchswerte anrechnen lassen. Maximal ist ein Bonus von bis zu sieben Gramm pro Kilometer möglich.

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