Die Scheibe der Zukunft

Ab 2016 gelten strenge Vorschriften für Bremsenersatzteile. Sie müssen nicht nur ein Prüfzeichen tragen, sondern in Maßen und Material weitgehend dem Original entsprechen. Im Internetauktionshaus sind Ersatzbremsscheiben schon für einstellige Preise zu haben, obwohl es sich um sicherheitsrelevante Bauteile handelt, deren Herstellung keinesfalls trivial ist. Der Gesetzgeber arbeitet seit mehreren Jahren an einer Regelung, die die Qualität der auf dem Ersatzmarkt vertriebenen Ersatazteile verbessern soll. Die Neuerung soll am 1. November 2016 in Kraft treten und besagt, dass die Teile sich so nah wie möglich an der Originalscheibe orientieren müssen.

Untersuchungen beim TÜV haben nämlich gezeigt, dass es um die Qualität von Billigteilen nicht gut bestellt ist. Größere Toleranazen und einfache Materialspezifikationen können zu Verformungen und Rissen führen. Die Gefahr von Bremswegverlängerung oder Ausfall ist immer gegeben. Billigteile sparen also nur einmal Geld, nämlich bei der Anschaffung. Danach können sie teuer werden. Billigkopien von Markenersatzteilen verursachen enorme wirtschaftliche Schäden.

Zulieferer wie z.B. Hella Pagid, die in der Erstausrüstung aktiv sind und sich an die OE-Spezifikationen halten, müssen keine größeren technischen Änderungen an ihren Bremsscheiben durchführen. Insgesamt erzeugt die neue Regelung jedoch nicht unerhebliche Zusatzkosten. Auch wenn Ersatzteile durch die neuen technischen Vorschriften teurer werden und Billiganbieter vom Markt verschwinden, heißt das noch lange nicht, dass die Verbraucher dies freudig begrüßen. Viele Autofahrer werden auch zukünftig nach preiswerten Reparaturmöglichkeiten verlangen.

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