Mahle: Stahlkolben gehen in Serie

Renault rüstet Vierzylinder-Dieselmotoren mit „Monotherm“ aus

Der Stuttgarter Ingenieur Hermann Mahle hatte in den zwanziger Jahren die ersten Leichtmetallkolben entwickelt, um die schweren Graugussteile abzulösen. Und nun, rund 90 Jahre später, bringt das von ihm gegründete Unternehmen wieder einen Eisenkolben für Pkw auf den Markt. Doch da heute modernste Stahllegierungen verwendet werden, hat das Produkt namens Monotherm viele Vorteile gegenüber Aluminium, vor allem in hochleistungsfähigen Dieselmotoren.

Erstmals liefert Mahle nun Stahlkolben für Pkw-Diesel in Großserie. Beim Dieselmotor bieten Stahlkolben gegenüber bisher üblichen Aluminiumkolben wesentliches Potenzial, die CO2-Emissionen zu senken. Die Vorteile liegen in der Reduzierung der Reibleistung und in der Verbesserung der Thermodynamik und summieren sich auf circa drei Prozent Kraftstoffeinsparung im NEFZ.

Das Produkt hat sich bereits vielfach in Nutzfahrzeugen bewährt, betont Mahle. Erfahrungen hat das Unternehmen darüber hinaus im Renneinsatz von Dieselmotoren beim Langstreckenrennen von Le Mans. Für die Serienproduktion von Pkw-Stahlkolben investiert Mahle in den kommenden Jahren in vier neue, vollautomatische Bearbeitungsreihen.

Die erste Fertigungslinie hat im Werk Rottweil bereits den Betrieb aufgenommen.

Foto: Mahle

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