Mehr Arbeit mit dem Fahrwerk

Mit gewichtsoptimierten Konstruktionen und dem Einsatz von Leichtmetallen versuchen die Konstrukteure, Autos leichter und damit sparsamer zu machen. Gleichzeitig werden die Achskonstruktionen immer komplexer, um ein möglichst exaktes Fahrverhalten und hohen  Komfort  zu  gewährleisten. Diese Entwicklungstrends führen dazu, dass Arbeiten am Fahrwerk in den Werkstätten häufiger werden: Tragfedern brechen und Lagerelemente schlagen aus.

Simpler Aufbau fördert Billiganbieter

Für sich betrachtet sind die meisten Ersatzteile für das Fahrwerk scheinbar einfach aufgebaut: Stahl- oder Aluprofile mit eingepressten Gummi- Metall-Lagern,  Schraubenfedern aus Stahl, McPherson-Federbeine. Die Eintrittsschwelle in diesen Markt ist also vergleichsweise niedrig. Folgerichtig tummelt sich hier eine Vielzahl von Anbietern, die Fahrwerksteile mit mehr oder weniger großem Qualitätsanspruch nachbaut.

Das Zusammenspiel ist entscheidend

Wichtig ist, dass sich die Eigenschaften der Ersatzteile in das Gesamtsystem einfügen, da gerade moderne Fahrzeugkonstruktionen auf schwingungsoptimierten  Gesamtkonzepten  basieren. Ein  Beispiel  hierfür  ist  das  radführende Federbeinmodul, das aus zahlreichen Einzelkomponenten besteht. Das perfekte Zusammenspiel der jeweiligen Bauteile ist für Funktion und Lebensdauer überaus wichtig. Die Wechselwirkung der Einzelkomponenten auf die Gummimetallteile,  Tragfedern, Axiallager und Dämpfer ist entscheidend, um die Systemfunktion des Fahrwerks (Lenken,  Bremsen,  Federn) zu  gewährleisten. Fahrzeugkomponenten entstehen in einem langwierigen Entwicklungs- und Erprobungsprozess. Das Resultat sind nicht einfach nur Materialspezifikationen und geometrische  Abmessungen, sondern – genauso wichtig – die Fertigungstoleranzen. Diese müssen in äußerst aufwändigen und kostenintensiven Messreihen erfasst werden.
Während der Einsatz minderwertiger Teile meist  noch  keine  unmittelbaren Folgen für  die Fahrsicherheit  hat, sieht  das bei Schwingungsdämpfern oder Bremsbelägen mit  verminderter Leistungsfähigkeit schon anders aus.

Beispiel Stoßdämpfer

Schlechte Dämpfer können die Wirkung elektronischer Fahrerassistenzsysteme wie ABS, ASR oder ESP mindern. Hinzu kommen  Folgeschäden: erhöhter Verschleiß an Radaufhängungen, Anschlagpuffern, Radlagern, Federn und Lenkung. Meist ist auch die Lebensdauer weitaus  geringer als bei Qualitätsprodukten.

Beispiel Bremsbelag

Markenhersteller entwickeln für die unterschiedlichen Einsatzfälle eine Vielzahl von Rezepturen, die zum Teil aus mehr als 20 verschiedenen Rohstoffen bestehen. Diese sind speziell auf die verschiedenen Fahrzeuge, deren Bremsanlage, Motorleistung, Fahrlasten und Bremscharakteristika und somit auf die Herausforderungen der heutigen Verkehrssituationen  abgestimmt.

Text: Jan Rosenow

» Markenpartner für Fahrwerk, Dämpfung
» Markenpartner für Bremsen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp