SDE 2 – zentrales Steuergerät 2.0 von ZF TRW

ZF TRW hat eine zweite Generation des SDE entwickelt. Das weltweit renommierte Entwicklungs- und Herstellungsunternehmen für passive und aktive Sicherheitssysteme fungiert als Zulieferer für alle großen Fahrzeughersteller. Nachdem seit Ende 2013 die erste Version des zentralen Steuergerätes in Serie produziert wurde, soll die neue Safety Domain ECU (SDE 2) ab 2018 in Europa und den USA auf den Markt gebracht werden. Gemeinsam mit einem großen europäischen Fahrzeughersteller soll ZF TRW das Steuergerät konstruieren. Dieses ist dann bereits auf die Anforderungen des Jahres 2020 und darüber hinaus ausgerichtet.

Neben seiner Funktion als zentrale Integrationsplattform, in der Millionen Datenbytes durch Umgebungssensoren den Fahrzeugzustand und die Verkehrssituation in der Fahrzeugumgebung aufnehmen und auswerten, wurde beim SDE 2 die funktionale Sicherheit noch weiter verstärkt. Das neue ASIL-D Level, die größte Sicherheitsbewertung, ist in der Lage aktiv das Brems- und Lenksystem zu beeinflussen. Außerdem kann die zweite Version mehr Daten von Radar, Kamera und anderen Fahrdynamiksystemen und Sensoren analysieren. Dabei entsteht ein 360-Grad-Abbild der Fahrzeugumgebung. Natürlich verfügt die zweite Generation des SDE auch über die gleichen Grundeigenschaften wie sein Vorgänger: Die Elektronikarchitektur wird vereinfacht, indem die Anzahl der Steuergeräte im Fahrzeug gemindert wird. Außerdem wird weiterhin über Verknüpfungen des Lenk-, Brems- und Antriebssystem eine Vielzahl von Fahrzeugfunktionen komprimiert und optimal aufeinander angepasst.

Auch der Director Active Safety Engineering and Automated Driving von ZF TRW, Dr. Hans-Gerd Krekels betont die große Bedeutung der Innovation: „Je mehr automatisierte Funktionen im Fahrzeug zum Einsatz kommen, desto mehr Informationen zur Fahrzeugumgebung müssen in Bruchteilen einer Sekunde ausgewertet werden. Das erfordert ein extrem leistungsfähiges Steuergerät.“ Weiterhin ergänzt er: „Unser SDE-System hat für uns eine große strategische Bedeutung auf dem Weg zum automatisierten Fahren. In den letzten zwei Jahren ist die Nachfrage im Premiumbereich rasant angestiegen. Aber wir gehen davon aus, dass die Technologie bis 2020 auch im Volumensegment zu finden sein wird.“ Laut Dr. Hans-Gerd Krekels ist die Datenverarbeitung ein wichtiger Grundstein beim automatisierten Fahren.

Quellen:
Freie Werkstatt – Ausgabe 9-2015
http://www.trw.de/AboutTRW

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