Forschungsprojekt – Bosch unterstützt Projekt Ko-HAF

Die Forschung und Entwicklung im automatisierten Fahren geht voran – und jetzt beteiligt sich auch der Automobilzulieferer Bosch aktiv daran. Mit 36,3 Millionen Euro Budget ist die Forschungsinitiative „Kooperatives Hochautomatisiertes Fahren“ (Ko-HAF) eine wichtige treibende Kraft für die Realisierung des neuen Trends in der Automobilbranche. Die Initiative ist bis November 2018 angesetzt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Zusammenhang mit dem Projekt „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ mit 16,9 Millionen Euro bezuschusst. Die Ko-Haf Partner bestehen vor allem aus Automobilherstellern und –zulieferern, aber auch Unternehmen aus der Straßenverwaltung und Forschung haben sich dem Konsortium angeschlossen.

Ko-Haf strebt automatisiertes Fahren ohne stetige Kontrolle durch den Fahrer an. Dafür sind technische Neuerungen nötig. Dr. Dieter Rödder, Leiter des Bereichs für zukünftige Mobilitätssysteme in der zentralen Forschung und Vorausentwicklung bei Bosch erläutert: „Hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge sind unter anderem auf Umfeldinformationen angewiesen, die die Daten der Fahrzeugsensoren ergänzen.“ Bosch untersucht für das Ko-Haf Projekt nun eine Backend-Lösung, die weitere Informationen aus der Fahrzeugumgebung greifbar machen soll, wie zum Beispiel die Ermittlung aktueller Verkehrsinformationen.

Basis der Zusammenarbeit von Ko-HAF und Bosch ist die Zufuhr von Informationen verschiedener Fahrzeuge über das Mobilfunknetz mit einem Server. Zu diesen Informationen gehören Daten über die Verkehrsinfrastruktur, Fahrbahnmarkierungen oder Objekte auf der Fahrbahn. Diese Umfeldinformationen werden bei Testfahrten über die On-Board-Sensoren der Fahrzeuge verschiedener Ko-Haf-Partner erzeugt. Anschließend verarbeitet der Server die gesamten Daten und verdichtet diese in eine digitale Karte, die zum Download verfügbar ist. So werden die Fahrer frühzeitig auf Beeinträchtigungen auf der Fahrbahn aufmerksam gemacht.

Im Fokus der Entwicklung steht jedoch trotz der Technik der Fahrer, da hochautomatisierte Fahrsysteme nicht immer verfügbar sind, sondern unter anderem nur auf Autobahnen. Daher müssen die Experten die wechselnde Übertragung generieren. Eine weitere Herausforderung der Initiative Ko-HAF ist die exakte Eigenlokalisierung der Fahrzeuge, das heißt, die automatisierten Fahrzeuge müssen ihre Position in der Fahrspur bestimmen können. Im Rahmen der Projektarbeit muss das Konsortium zudem das automatisierte System testen und absichern.

Der Automobilzulieferer Bosch beteiligt sich jedoch nicht das erste Mal an der Forschung hochautomatisierten Fahrsysteme. Neben dem neuen Forschungsstandort Renningen, entwickelten Experten schon in Abstatt (Baden-Wüttemberg) und in Palo Alto (Kalifornien) automatisierte Systeme wie den Autobahnpiloten. Dieser wird seit 2013 mit mehreren Fahrzeugen im realen Straßenverkehr getestet. So bereitet man sich auf die zukünftige Serienproduktion vor.

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