Nutzfahrzeuge werden Umweltfreundlich

Die zunehmende Umweltverschmutzung in unseren Städten führt zu strengeren Abgasgrenzwerten. Knorr-Bremse bietet Lösungen an, um Nutzfahrzeuge umweltverträglicher zu machen, damit die Städte ihre Emissionsziele einhalten können. Emissionsfreie Antriebe und Elektrifizierung von Einzelkomponenten tragen dazu bei, die Fahrzeuge umweltfreundlicher zu machen.

Kupplungsaktuator – Mechanik plus.

Der Concentric Clutch Actuator plus – kurz CCAplus hat eine neue rein mechanische Konstruktion und vermeidet dadurch das heute übliche Todvolumen bei Kupplungsstellern. Zusätzlich zum eigentlichen Kupplungsweg muss auch der Verschleißweg der Kupplung abgedeckt werden. Bei jedem Kupplungsvorgang muss also ein größerer Raum belüftetet werden, um den nötigen Druck aufzubauen, als für das eigentliche Kuppeln gebraucht wird. Bei geringerem Todvolumen verläuft der Kupplungsvorgang deutlich schneller und lässt sich besser regeln. Durch die Verwendung eines CCAplus sinkt der Verbrauch an Druckluft, wodurch auch der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Elektrisch angetriebener Schraubenkompressor – surrender Luftlieferant

Knorr-Bremse hat einen neuen E-Kompressor auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt. Er hat ein um 25 Prozent reduziertes Gewicht und nimmt 30 Prozent weniger Bauraum in Anspruch. Außerdem verursacht er deutlich weniger Vibrationen und Betriebsgeräusche, er produziert lediglich ein leise surrendes Geräusch. Auch rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge haben eine Vielzahl von Komponenten, die mit Druckluft angesteuert werden und deshalb eine effiziente Druckluftversorgung brauchen. Beispielsweise Bremsen, der Mechanismus zum Öffnen und Schließen der Türen von Bussen oder auch die Luftfederung im Fahrzeugchassis. Die E-Steuerung des Kompressors ermöglicht beispielsweise die Umwandlung der Bremsenergie in Strom, der dann zum Betreiben des Kompressors eingesetzt werden kann.

Elektrisch angesteuerte Abgasklappen – mehr als nur Auf oder Zu

Abgasregelventile von GT Emissions Systems können elektrisch betätigt werden und werden dadurch zum hochpräzisen Stellglied im Regelkreis für das Motorluft- und Temperaturmanagement. Die Luftströmung lässt sich damit stufenlos justieren und optimal an die jeweilige Motorsituation anpassen.

In Motion Charging – leistungsstarkes Ladekonzept mit höchstmöglicher Flexibilität

Die begrenzte Batteriekapazität ist ein limitierender Faktor für große Elektrofahrzeugflotten. Bisher werden Elektrofahrzeuge im Stehen geladen. Mit dem Ladekonzept In Motion Charging (IMC®) kann das Fahrzeug per Oberleitung während des Fahrens seine Batterie laden und wird auf oberleitungsfreien Strecken wie ein Batteriebus betrieben. Die Batterien können dadurch kleiner gestaltet werden und die Standzeiten zum Laden entfallen komplett. Da die Energiezufuhr kontinuierlich über den Tag verteilt erfolgt, entfallen Spitzenlasten. Die Stromversorgung wird dadurch ökonomischer. Beim IMC500-Konzept ist eine minimale Oberleitungsstrecke von lediglich 20 Prozent nötig, um die Batterien regelmäßig vollzuladen. Die Infrastrukturkosten können dadurch minimiert werden. Batteriebusse, die mit diesem System ausgestattet sind, können während der Fahrt bis zu 500 kW Leistung aufnehmen. Alle Teilsysteme wie Motoren, Klimaanlage und Batterien können gleichzeitig versorgt werden.

Quelle: Knorr-Bremse