QiM ZF: das Cockpit der Zukunft

Es ist eigentlich kaum zu glauben – das Auto der Zukunft hat kein Lenkrad mehr! Stattdessen sind drei Monitore über die gesamte Front verteilt und dazwischen ein Joystick zum Gas geben und Bremsen. Außerdem ein Touchpad für Licht und Scheibenwischer.

Die Ingenieure haben für das selbstständig fahrende Auto keine klassischen Armaturen vorgesehen: keine Knöpfe und Schalter, kein Lenkrad, keine Pedale. Der Automobilzulieferer ZF hat das neuartige Cockpit der Zukunft zusammen mit seiner Partnerfirma Faurecia entworfen.

Das elektronische System, das die Ingenieure von ZF entwickelt haben eignet sich vor allem für Lieferwagen, kann aber auch in normale PKW eingebaut werden. Das Testauto von ZF in Friedrichshafen sieht von außen wie ein ganz gewöhnliches Auto aus, erst beim Einsteigen wird man mit den hochauflösenden Monitoren konfrontiert.

Das Auto fährt selbstständig, kann aber auch vom Fahrer gesteuert werden

Das Cockpit ist für autonomes Fahren nach Level 4 gedacht, d. h. der Fahrer muss in bestimmten Situationen selbst tätig werden. In der Regel fährt das Auto aber selbstständig – gesteuert nur vom elektronischen System. Ähnlich wie beim Autopiloten im Flugzeug, kann der Fahrer das System aber auch ausschalten und selber fahren. Dabei wird dann mit dem Joystick gelenkt, der den Bedienelementen in Flugzeugen gleicht.

Gelenkt wird mit dem Joystick

Im Flugzeug regelt der Pilot mit dem Joystick „rechts und links“ oder „rauf und runter“. Beim Autofahren braucht man das „rauf und runter“ aber nicht, deshalb kann hier der Joystick noch die Funktion „schnell und langsam“ übernehmen. Drückt man den Hebel nach vorne, bremst das Auto; drückt man den Hebel nach hinten, beschleunigt es. Gleichbleibende Geschwindigkeit regelt der Tempomat.

Über ein kleines Touchpad neben dem Steuerhebel kann der Fahrer Scheibenwischer, Hupe oder Blinker betätigen. Die Monitore zeigen die aktuelle Geschwindigkeit, den Ladezustand der Batterie und die Navi-Anweisungen.

Quelle: autoservicepraxis | Bild: ZF