QiM Nachhaltigere Bremsbeläge von ZF Aftermarket

Rund ein Drittel der weltweit produzierten Autos sollen bis 2030 reine E- oder Hybridfahrzeuge sein, so ZF. Unter dem Namen „Electric Blue“ wurden vom Unternehmen auf der Automechanika 2018 spezielle TRW-Bremsbeläge als Weltneuheit vorgestellt, sie sollen die Bremsstaubentwicklung und die Innenraumgeräusche deutlich reduzieren.

Für die 15 gängigsten Elektro-Fahrzeuge sollen schon in diesem Monat Bremsbeläge auf den Markt kommen, damit sollen noch bis Ende des Jahres etwa 97 Prozent des europäischen Pkw-Marktes für E-Fahrzeuge abgedeckt sein.

Damit Unternehmen sich für die Zukunftstechnologie entsprechend rüsten können, bietet ZF Hochvolt-Trainings an. Helmut Ernst, Leiter ZF Aftermarket, erklärt: „Die Trainings haben sich inzwischen zum absoluten Bestseller entwickelt.“ Im „blended learning concept“ von ZF Aftermarket werden die einzelnen Trainingseinheiten modular und interaktiv aufgebaut und sichern so den optimalen Lernerfolg bei deutlich reduzierten Präzenzzeiten, und damit einhergehenden geringeren Kosten. Das Unternehmen wurde von etlichen öffentlichen Institutionen dafür international zertifiziert.

ZF stellt mit seinem internen „Train-the-Trainer“-Programm sicher, dass Werkstätten überall auf der Welt das nötige Know-how im Bereich der Hochvolttechnik erwerben können. Um die große Nachfrage abdecken zu können, hat ZF bereits in Deutschland, Großbritannien, China und weiteren asiatischen Staaten Hochvolt-Trainer ausgebildet. Um auch den Raum Süd- und Westeuropa sowie Nordamerika abdecken zu können, sollen 2019 weitere Trainer qualifiziert werden.

Positiv für Wirtschaft und Nachhaltigkeit

Weiterhin wird der Bereich „Remanufacturing“ von ZF weiter ausgeweitet. Für den Leiter von ZF Aftermarket, Helmut Ernst, stellt die industrielle Aufarbeitung von Gebrauchtwagenteilen nicht nur eine ökologische Notwendigkeit dar, sie ist gleichzeitig auch ein Zeichen der wirtschaftlichen Vernunft. Deshalb unterhält ZF Aftermarket heute bereits 15 Standorte weltweit, an welchen verschiedenste gebrauchte Fahrzeugteile – von Pkw-Lenkung bis hin zu Baumaschinengetrieben – aufgearbeitet werden.

An einem dieser Standorte, das Remanufacturing-Werk in Frýdlant (Tcheschien), arbeiten rund 400 Mitarbeiter unterschiedliche Fahrzeugkomponenten auf. Der Anteil von mechatronischen und elektronischen Komponenten überwiegt mittlerweile den der mechanischen und hydraulischen. Zu den Vorteilen von Remanufacturing zählen laut ZF folgende: Remanufacturing benötigt zwischen 50 und 90 Prozent weniger Rohstoffe als neu hergestellte Teile. Außerdem werden damit etwa 90 Prozent der Energie eingespart. Der Austausch von kompletten Aggregaten ist darüber hinaus teilweise effizienter als die kleinteilige Instandsetzung von einzelnen Ersatzteilen. Das führt zu deutlich reduzierteren Standzeiten, geringeren Kosten und damit zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

Quelle: autoservicepraxis | Bild: autoservicepraxis