Wohnmobile, Campingbusse, Wohnwagen – neues Potenzial für freie Werkstätten?

Wohnmobile, Campingbusse, Wohnwagen – neues Potenzial für freie Werkstätten

Reisen in Wohnmobilen, Campingbussen oder Wohnwagen wird immer beliebter – ob bei Familien, Senioren, Sportlern oder digitalen Nomaden. Gerade während der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen einen Camper zugelegt. Ein wachsender Markt, auf den sich freie Werkstätten gezielt einstellen können.

Voraussichtlich wird der Trend zum Wohnmobil noch länger andauern. Reisen ist nach wie vor nur eingeschränkt möglich. Viele haben die Freiheit auf vier Rädern entdeckt und investieren viel Geld in ihr neues Zuhause. Aufgrund des kleineren Angebots sind Urlaube mit dem Flugzeug und in Hotels oft dementsprechend teurer. Viele Menschen schätzen die Flexibilität und Unabhängigkeit im eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen.

Angebotsspektrum erweitern

Werkstätten, die von dem Reisemobil-Boom profitieren wollen, können jetzt zusätzlich zu ihrem üblichen Kfz- und Nfz-Service auf die Reparatur und Wartung von Reisemobilen setzen.

Um Ihren Kunden einen umfassenden Service für Wohnmobile, Campingbusse und Wohnwagen bieten zu können, benötigen Sie vor allem eine Halle oder Werkstatt, in der Sie solch große Fahrzeuge reparieren können. Auch wenn Ihre Werkstatt bisher nicht auf Wohnmobile, Campingbusse oder Wohnwagen spezialisiert ist, können Basisreparaturen, Instandsetzungen und Inspektionen von Ihrem Mitarbeiterteam durchgeführt werden. Wie bei allen Kfz- und Nfz-Fahrzeugen sollten Sie Ihre Kunden gezielt auf den Einbau von Qualitätsteilen ansprechen. Grundlage jedes Geschäftserfolgs ist immer die Qualität der Reparaturarbeiten und die professionelle, fachkundige Betreuung der Kunden.

Werkstatt-Service für Wohnmobile

Wohnmobilbesitzer investieren viel Geld in ihr mobiles „Zuhause“. Es ist für sie wesentlich, dass Wohnwagen oder Wohnmobil sie zuverlässig ans Ziel bringt; das sind oft lange Strecken quer durch Europa – häufig weit über 1000 km am Stück. Nicht selten stehen die Fahrzeuge vor der großen Reise auf dem Stellplatz und wurden schon lange nicht mehr bewegt. Faustregel für Kunden könnte sein: Checken Sie Ihr Wohnmobil nach langer Standzeit grundsätzlich vor Reiseantritt.

Damit Reisemobilbesitzer sicher mit ihrem Camper in den Urlaub fahren können, ist ein umfangreicher Wohnmobilservice von großer Bedeutung. Regelmäßige Wartung, Instandhaltung und Aufrüstungsarbeiten verhelfen Ihren Kunden zu einem langlebigen und zuverlässigen Fahrzeug.

Zu den gängigen Leistungen eines Wohnmobilservices gehören:

  • Fachgerechte Beratung, Reparatur und Wartung
  • An-, Um- und Ausbauten für alle Fabrikate
  • Fachgerechter Einbau von Zubehör
  • Unfallinstandsetzung
  • Ersatzteilservice für alle gängigen Fabrikate
  • Klimawartung
  • Gas- und Dichtigkeitsprüfungen
  • Caravanelektronik
  • Behebung von Nässeschäden
  • TÜV und AU
  • Lackierung/Smart-Repair
  • Oberflächenversiegelung
  • Einbau von Anhängerkupplungen
  • Reifencheck

Weitere mögliche Serviceleistungen:

  • Standplatzangebot mit Servicecheck
    Speziell in Großstädten brauchen Wohnmobilinhaber auch Standplätze. Ein ideales Servicepaket wäre Standplatzvermietung mit Servicecheck.
  • Reinigungsservice und Motorcheck
    Nach einer langen Reise – und es ist nicht selten, dass die Fahrzeuge Wochen oder Monate lang unterwegs sind – sollte das mobile Eigenheim von Grund auf gereinigt und durchgecheckt werden. Bieten Sie hier Servicepakete an.
  • Lack- und Karosseriearbeiten
    „My car is my castle“ – fast alle Wohnmobilbesitzer legen großen Wert auf eine ansprechende Optik. Speziell nach langen Touren gibt es hier und da Lack- oder Karosserieschäden.
  • Alles dicht?
    Ob flexibles Hochdach, nachträglich eingebaute Fenster oder Gas- und Wasserleitungen – wenn diese undicht sind, ist das nicht nur ärgerlich, sondern manchmal auch gefährlich. Zeigen Sie, dass Sie Experte sind, wenn es um Dichtheitsprüfungen geht.

Vielversprechende Perspektiven für Werkstätten

Die Anforderungen an Werkstätten verändern sich rasant, deshalb müssen die Betriebe umdenken und ihr Angebot erweitern. Eine zusätzliche Spezialisierung auf Wohnmobile, Campingbusse und Wohnwagen – ein wachsender Markt mit Zukunftsperspektive – könnte ein Weg sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben und Kunden zusätzlichen Qualitäts-Service zu bieten.

Nach heutigem Wissen wird der Run auf Wohnmobile in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach nicht abebben. Freie Werkstätten haben die Möglichkeit, sich vorzubereiten und das Team für diesen vielversprechenden Markt fit zu machen. Eine gute Möglichkeit sind Weiterbildungen speziell für Wohnwagen und Reisemobile. Angebote für Weiterbildungen bieten etwa die Kfz-Innung Hamburg und die Fahrzeugakademie.

Zu bedenken ist auch: Das „Eigenheim auf vier Rädern“ ist für viele Menschen ein wahres Herzensprojekt, für das sie oft viel Geld investieren. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeugkomponenten ist auf langen Reisen besonders wichtig. Mit fachlicher Qualifikation und einem umfassenden Service können freie Werkstätten für ihre Kunden starke Partner in Sachen Reparatur und Ausbau des Wohnmobils werden.

Zeigen Sie, was Sie können!

Ihre Sichtbarkeit nach außen ist Grundvoraussetzung. Ihre Kunden müssen Sie als Experten für Wohnmobil und Campingbusse wahrnehmen. Das gilt natürlich auch für die Website; je umfassender Sie den speziellen Service beschreiben, desto mehr Vertrauen werden die Kunden in Sie haben. Legen Sie einen Flyer mit Ihren Leistungen aus – oft ist das Wohnmobil oder der Campingbus das Zweitfahrzeug.

Zahlen, Daten, Fakten zu Wohnmobilen

  • Im Jahr 2021 gab es in Deutschland so viele Wohnmobile wie nie: 674.700 Wohnmobile; im Jahr 2009 waren es noch knapp über 300.000.
  • Seit dem Jahr 2009 nimmt die Anzahl der Wohnmobile in Deutschland stetig zu.
  • Die meisten Caravan-Besitzer sind zwischen 50 und 59 Jahre alt.
  • Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit den meisten Wohnmobilen (ca. 140.000 Wohnmobilen), dicht gefolgt von Bayern mit ca. 130.000 Wohnmobilen und Baden-Württemberg mit ca. 100.000 Wohnmobilen.
  • Laut einer Erhebung des IfD Allensbach planen rund 1,35 Millionen Menschen, sich in den nächsten 1 bis 2 Jahren ein Reisemobil zu kaufen.
  • Die Anschaffungskosten für Caravan-Basismodelle starten bei 11.500 Euro; neue Wohnmobile gibt es ab 30.000 Euro – Preise nach oben hin offen.

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152231/umfrage/anzahl-der-wohnmobile-in-deutschland/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/877698/umfrage/besitz-von-wohnwagenanhaenger-caravan-nach-alter/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154493/umfrage/bestand-an-wohnmobilen-in-den-bundeslaendern/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/269372/umfrage/reisemobil-wohnmobil-motorcaravan-kaufabsicht-in-deutschland/

https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/caravaning/caravan-kauf-verkauf/kosten-wohnmobile-wohnwagen/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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