Elektro, Datenzugang, Fachkräftemangel: So rüsten sich freie Werkstätten für den Servicemarkt der Zukunft!

Elektro, Datenzugang, Fachkräftemangel So rüsten sich freie Werkstätten für den Servicemarkt der Zukunft!

Freie Werkstätten stehen an einem Wendepunkt. Der aktuelle Blick auf den Servicemarkt 2040 zeigt deutlich: Wer als Kfz- oder Nfz-Betrieb auch in 15 Jahren noch erfolgreich am Markt bestehen will, muss heute die richtigen Weichen stellen. Denn die Veränderungen in Technik, Mobilitätsverhalten und Regulierung sind nicht nur zahlreich – sie sind auch tiefgreifend.

Künftige Wettbewerbsfähigkeit bereits heute sichern

Die Zahl der Beschäftigten in freien Betrieben könnte bis 2040 um bis zu 36 % sinken. Besonders betroffen: Serviceberater, Lagerpersonal und Teileverantwortliche. Gleichzeitig gewinnen freie Werkstätten weiter Marktanteile – vor allem bei älteren Fahrzeugen. Doch ohne gezielte Investitionen in Mitarbeiterschulungen, Digitalisierung und strategische Geschäftsfelder (z. B. E-Mobilität oder Datenservices) droht ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist also die Kombination aus betrieblicher Resilienz, kluger Spezialisierung und konsequenter Zukunftsorientierung.

Die größten Herausforderungen für freie Werkstätten

Weniger Wartung, weniger Umsatz: Der Trend zu batterieelektrischen Antrieben führt zu deutlich geringeren Wartungs- und Teileumsätzen – ein Rückgang von bis zu 50 % ist möglich.

Daten als Schlüssel zum Geschäft: Ohne Echtzeit-Zugriff auf Fahrzeugdaten sind viele Services nicht mehr umsetzbar. Zwar stärkt die neue Kfz-GVO den Zugang für freie Werkstätten, doch die technische Umsetzung bleibt umkämpft.

Fachkräftemangel als Wachstumsbremse: Neue Systeme brauchen neue Kompetenzen. Doch qualifiziertes Personal ist knapp und wird immer schwerer zu finden.

Geschäftsmodell kritisch hinterfragen und zukunftsfähig aufstellen

Die gute Nachricht: Werkstätten haben Handlungsspielraum. Die Studie „Servicemarkt 2040“ empfiehlt vier strategische Optionen – vom organischen Wachstum über gezielte Spezialisierung bis hin zur Kooperation mit externen Partnern. Entscheidend ist: Jede Werkstatt sollte ihr Geschäftsmodell kritisch hinterfragen und aktiv zukunftsfähig aufstellen – auch wenn das Tagesgeschäft brummt.

Was bedeutet das konkret? Wer seine Prozesse digitalisiert, Mitarbeitende qualifiziert und sich strategisch positioniert, kann im pluralisierten Servicemarkt von morgen bestehen – und vielleicht sogar gewinnen. Zur Studie “Servicemarkt 2040 – Perspektiven und Strategien für freie Werkstätten“: https://www.transformationswissen-bw.de/fileadmin/media/Publikationen/e-mobil_Studien/e-mobilBW_Strategieoptionen_freie_Werkstaetten.pdf

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