Der aktuelle TÜV‑Report 2026 offenbart ernüchternde Fakten: Von rund 9,5 Millionen geprüften Pkw im Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 fiel gut jedes fünfte Fahrzeug –21,5 % –mit „erheblichen“oder „gefährlichen“Mängeln durch die Hauptuntersuchung. Damit verschlechtert sich der technische Zustand des deutschen Pkw‑Bestands erneut. Auch der Anteil komplett mängelfreier Fahrzeuge ist rückläufig: Bei den Prüfstellen des TÜV NORD etwa wurden nur 59,4 % ohne Beanstandung abgenommen –0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.
Hauptgrund ist das steigende Alter der deutschen Autoflotte
Dieses Jahr ist sie im Schnitt 10,6 Jahre alt, 2015 lag das Durchschnittsalter noch bei 9 Jahren. Durch die zweite Hauptuntersuchung fällt bereits jedes zehnte Auto, bei elf Jahre alten Autos ist es schon jedes Vierte und nach über 15 Jahren jedes Dritte. Hinzu kommt, dass moderne Autos oft langlebiger sind als ältere Modelle. Rost spielt zum Beispiel heute kaum noch eine Rolle. Ähnlich ist es auch bei der Beleuchtung, die durch den Einsatz von LED-Technik seltener Defekte aufweist.
Nicht alle Elektrofahrzeuge schneiden gut ab
Im TÜV-Report 2026 wurden 18 Fabrikate von Elektrofahrzeugen in die Statistik aufgenommen – fast doppelt so viele wie im letzten Report. Die Stromer schneiden dabei unterschiedlich ab. Die Ergebnisse reichen von sehr guten bis hin zu alarmierenden Werten. Insbesondere die Tesla-Baureihen rutschten deutlich ab. Das Tesla Model Y belegt mit einer Mängelquote von 17,3 Prozent den letzten Platz im Ranking aller 110 Modelle dieser Altersklasse – der schlechteste Wert seit zehn Jahren. Auch das Model 3 schneidet mit 13,1 Prozent schwach ab – vor allem mit Mängeln an den Bremsscheiben und an der Achsaufhängung.
Welche Probleme dominieren – und was das für Werkstätten heisst
Häufige Ursachen für das Durchfallen bei der HU: Mängel bei Bremsen, Beleuchtung, Achsen/Fahrwerk sowie Korrosion und Ölverlust. Besonders ältere Fahrzeuge sind betroffen: Der TÜV hebt hervor, dass mit zunehmendem Fahrzeugalter die Mängelquote spürbar steigt. Für freie Kfz‑ und Nfz‑Werkstätten bedeutet das: Der Reparatur‑ und Instandhaltungsbedarf steigt. Werkstätten werden potenziell stärker in Anspruch genommen – und tragen gleichzeitig mehr Verantwortung, wenn sicherheitsrelevante Mängel übersehen werden.
Warum Qualitätsersatzteile & kompetente Reparatur jetzt entscheidend sind
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung spielt Qualität eine zentrale Rolle: Wer minderwertige Bauteile verbaut oder Reparaturen oberflächlich ausführt, riskiert, dass Fahrzeuge erneut bei der HU durchfallen – und Kunden das Vertrauen verlieren. Gerade in Zeiten, in denen jedes fünfte Auto schwerwiegende Mängel aufweist, sollten Werkstätten und Kunden keine Kompromisse eingehen.































































