Werkstatt-Stammtisch: Noch wenig Kundenbewusstsein für Nachhaltigkeit

Werkstatt-Stammtisch: Noch wenig Kundenbewusstsein für Nachhaltigkeit

Beim digitalen Werkstatt-Stammtisch am 25.06.2024 ging es um die Nachhaltigkeit in freien Werkstätten: Was tun die Betriebe, welche Maßnahmen gibt es überhaupt, und zahlt sich der Aufwand aus?

Was die Teilnehmenden durch die Bank überraschte, war das Ergebnis der aktuellen Continental-Studie zum Thema Nachhaltigkeit in Werkstätten: Eine Nachfrage von Kunden hinsichtlich nachhaltiger Produkte und Arbeitsweise wurde bislang von keinem der Teilnehmer wahrgenommen. Für die Kunden zählen vor allem ein schneller Termin, gute Qualität und ein fairer Preis. Was bei Kunden gut ankommt, sind Tauschteile – besonders gut akzeptiert sind hier Lichtmaschine, Bremssattel und Anlasser.

Wiederaufbereitete REMAN-Turbolader von BorgWarner

Grundsätzlich sehen die Betriebe das Werkstattgeschäft als nachhaltiges Konzept, weil Fahrzeuge repariert und damit länger nutzbar gemacht werden. Außerdem ist für die Teilnehmer in ihrem Betrieb die zertifizierte Entsorgung von einem Großteil der Abfälle Standard – egal ob Altöl, Verpackungen oder Reifen. Bei der Beleuchtung gaben alle Werkstätten in der Runde an, auf LED umgerüstet zu haben, einige nutzen Photovoltaik-Module auf dem Dach.

Eine Herausforderung ist für die Betriebe die Sensibilisierung der Mitarbeitenden, zum Beispiel beim Ausschalten des Lichts.

Ein Tipp aus der Runde war die regelmäßige Prüfung von Druckluft-Kompressoren auf Leckagen, da diese besonders viel Energie verbrauchen. Auch ein Ausschalten während der Betriebszeiten wurde empfohlen.

Potenzial sahen die Teilnehmenden in der Kommunikation Richtung Kunde: Mehr Außenwirkung der eigenen Nachhaltigkeit fördert den positiven und professionellen Gesamteindruck des Betriebes.

Für Investitionen in erneuerbare Energien gibt es außerdem eine Bafa-Förderung, die sich für freie Werkstätten lohnen kann.

 

 

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