Moderne Downsizing-Motoren setzen zunehmend auf sogenannte Belt-in-Oil-Systeme (BIO). Dabei läuft der Zahnriemen direkt im Motoröl und profitiert von geringerem Reibungsverlust sowie einer verbesserten Effizienz. Gleichzeitig stellt diese Technologie freie Werkstätten vor besondere Herausforderungen. Gates macht auf typische Schadensursachen aufmerksam und zeigt, welche Maßnahmen bei Wartung und Reparatur entscheidend sind.
Schwachstelle liegt in den Betriebsbedingungen des Motors
Besonders bekannt sind Belt-in-Oil-Systeme aus den PureTech-Motoren von Stellantis sowie verschiedenen Ford EcoBoost-Aggregaten. Die eigentliche Schwachstelle liegt dabei häufig nicht im Zahnriemen selbst, sondern in den Betriebsbedingungen des Motors. Kraftstoffeintrag ins Motoröl, ungeeignete Schmierstoffe, überzogene Wartungsintervalle oder überwiegender Kurzstreckenbetrieb können die chemische Zusammensetzung des Öls verändern und die Gummimischung des Zahnriemens angreifen.
Die Folgen reichen von Materialquellung bis hin zur Ablösung von Gummipartikeln. Diese gelangen in den Ölkreislauf und können dort kritische Bauteile beeinträchtigen. Besonders betroffen sind Ölpumpensiebe, VVT-Magnetventile, Ölkanäle oder die Schmierung von Turboladern. Im schlimmsten Fall drohen Öldruckprobleme und schwerwiegende Motorschäden.
Prävention beginnt bereits bei der Inspektion
Für Werkstätten beginnt die Prävention bereits bei der Inspektion. Gates empfiehlt, bei jedem Ölwechsel zusätzlich Fehlerspeicher und relevante Betriebsdaten auszulesen. Hinweise auf Öldruckprobleme oder Auffälligkeiten bei der variablen Ventilsteuerung können frühe Warnzeichen sein.
Bei Stellantis-PureTech-Motoren lässt sich der Zustand des Riemens über eine Sichtprüfung und eine spezielle Breitenmessung kontrollieren. Zeigt der Riemen Quellungen oder liegen entsprechende Fehlermeldungen vor, reicht ein einfacher Zahnriemenwechsel nicht aus.
das gesamte Schmiersystem überprüfen und reinigen
Vielmehr muss das gesamte Schmiersystem überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden. Dazu gehören unter anderem das Ölpumpensieb, VVT-Komponenten, die Ölversorgung des Turboladers, die Vakuumpumpe sowie die Kurbelgehäuseentlüftung. Zusätzlich empfiehlt sich bei bestimmten PureTech-Motoren ein Software-Update der Motorsteuerung.
Gates weist ausdrücklich darauf hin, dass eine reine Erneuerung des Zahnriemens ohne Reinigung des Ölkreislaufs häufig zu erneuten Schäden führt.
Gates setzt auf komplette Reparaturlösungen
Für eine nachhaltige Reparatur setzt Gates auf komplette Reparaturlösungen. Die Gates Super Kits enthalten verstärkte Zahnriemen, Spannrollen, Dichtungen und weitere notwendige Komponenten in Erstausrüsterqualität. Dadurch lassen sich Reparaturen effizient und fachgerecht durchführen.
Fest steht: Belt-in-Oil-Systeme bieten technische Vorteile, verlangen aber konsequente Wartung, die Einhaltung der Herstellervorgaben und eine sorgfältige Diagnose. Für freie Werkstätten wird das Verständnis dieser Technologie zunehmend zum wichtigen Erfolgsfaktor im Werkstattalltag.






















































