MSX’25: Werkstattumfrage zeigt große Herausforderungen bei Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung

Auf der Messe MSX’25 in Hamburg führte Qualität ist Mehrwert eine Umfrage zum Thema „Azubis und Fachkräfte gewinnen“ durch. Die Ergebnisse zeigen: Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig – und as Image des Handwerks ein Schlüsselfaktor. Dabei ist „Kfz-Mechatroniker“ immer noch der beliebteste Ausbildungsberuf junger Männer in Deutschland.

Fachkräftemangel ist Realität für 90 % der befragten Werkstätten

Am 11. Oktober 2025 befragte Qualität ist Mehrwert auf der Fachmesse MSX’25 in Hamburg freie Kfz- und Nfz-Werkstätten zu ihrer aktuellen Lage beim Recruiting. Das Ergebnis ist eindeutig: 48 % der Teilnehmenden empfinden die Personalsuche als „sehr schwierig“, 42 % als „schwierig“. Lediglich 6 % gaben an, keine größeren Probleme bei der Suche nach Fachkräften oder Auszubildenden zu haben.

Image des Kfz-Handwerks bremst Nachwuchsgewinnung

Ein zentrales Problem aus Sicht der Werkstätten ist das angestaubte oder wenig ansprechende Image des Kfz-Handwerks. 40 % der Befragten sehen das Image als „wenig attraktiv“ für junge Menschen, 38 % halten es für „mittelmäßig“. Das zeigt deutlich: Wer Fachkräfte gewinnen will, muss nicht nur über attraktive Ausbildungsangebote verfügen, sondern auch die Wahrnehmung des Berufsbilds aktiv verändern.

Recruiting über Social Media, Jobportale und persönliche Empfehlungen

Die beliebtesten Kanäle zur Nachwuchsgewinnung sind derzeit Social Media (20 %), gefolgt von Jobportalen (19 %) und Weiterempfehlung (18 %). Deutlich seltener nutzen Werkstätten Kooperationen mit Schulen (5 %) oder Ausbildungsoffensiven (8 %).

4 % der befragten Betriebe setzen aktuell gar keine Maßnahmen zur Personalgewinnung um – ein klares Zeichen dafür, dass der Handlungsdruck in der Branche hoch ist.

Keynote von Chris Cloppenburg: Recruiting neu denken

Am Nachmittag wurden die Ergebnisse der Umfrage im Rahmen eines öffentlichen
Panels „Fachkräfte liken statt suchen“ von Netzwerk-Koordinatorin Anna-Maria Guth vorgestellt. Guth brachte die zentralen Erkenntnisse der Umfrage von Qualität ist Mehrwert auf den Punkt. Anschließend wurde bei der von Chris Cloppenburg (Schrauberblog) moderierten Veranstaltung mit Werkstattprofis über mögliche Wege aus der Recruiting-Krise diskutiert. Der Tenor: Es braucht gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten – von Betrieben über Schulen bis hin zu Politik und Elternhäusern. Nur so kann das Kfz-Handwerk wieder an Attraktivität gewinnen.

In seiner Keynote betonte Cloppenburg, dass der Fachkräftemangel nicht nur ein demografisches Problem sei, sondern ein Kommunikationsproblem. Er appellierte an die Werkstätten, ihre Leidenschaft für das Handwerk sichtbar zu machen und sich als attraktive Arbeitgebermarke zu positionieren. Vor allem Social Media biete dafür große Chancen, um junge Menschen zu erreichen – vorausgesetzt, Inhalte seien authentisch, unterhaltsam und zeigten echte Einblicke in den Werkstattalltag.

Qualität sichtbar gemacht: 25 Partnerstände setzen ein Zeichen

Neben der Umfrage setzte Qualität ist Mehrwert gemeinsam mit seinen Partnern auch ein sichtbares Zeichen für hochwertige Ersatzteile: 25 Stände auf der MSX’25 zeigten mit dem offiziellen Wimpel der Initiative, wie wichtig die bewusste Entscheidung für Markenersatzteile im Werkstattalltag ist.

Als Dankeschön für die Teilnahme an der Umfrage erhielten die Besucher kleine Give-Aways der Partnerunternehmen.

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