Neue Bremsbeläge für Nutzfahrzeuge: Bosch baut Programm für den Transportalltag aus
Bremsen gehören bei Nutzfahrzeugen zu den sicherheitsrelevantesten und zugleich stark beanspruchten Komponenten. Hohe Laufleistungen, wechselnde Beladungszustände und anspruchsvolle Einsatzbedingungen stellen entsprechend hohe Anforderungen an das Material. Bosch, Partner der Initiative Qualität ist Mehrwert, erweitert jetzt sein Bremsenprogramm für Lkw, Lkw-Anhänger und Busse. Die neuen Scheibenbremsbeläge sollen stabile Bremsleistung mit einem auf lange Nutzungsdauer ausgelegten Verschleißverhalten und einer schnellen Einfahrzeit verbinden.
Für freie Nfz-Werkstätten ist neben der Produktqualität vor allem eine möglichst breite Fahrzeugabdeckung wichtig. Schließlich müssen Betriebe unterschiedlichste Flotten und Fahrzeugmodelle zuverlässig bedienen können. Bosch plant deshalb, das Angebot der neuen Produktlinie bis Ende 2026 zu verdoppeln. Damit soll eine Abdeckung von rund 90 Prozent des europäischen Nutzfahrzeugbestands erreicht werden.
Die neuen Scheibenbremsbeläge sind auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen stabilem Reibwert, Komfort und Verschleißverhalten ausgelegt. Auch bei hoher Beanspruchung soll dadurch eine gleichbleibend stabile Bremsleistung zur Verfügung stehen.
Schneller zur vollen Bremsleistung
Nach einem Bremsbelagwechsel spielt die Einfahrphase eine wichtige Rolle. Bosch versieht die neuen Beläge deshalb mit einer speziell angerauten Oberflächenbeschichtung. Dadurch greifen sie nach Herstellerangaben von Beginn an besser auf der Bremsscheibe. Die Einfahrzeit verkürzt sich und die Beläge erreichen schneller ihre volle Bremsleistung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Bremsbelag und Bremsscheibe. Bosch verweist hierzu auf einen von einem unabhängigen Prüfinstitut durchgeführten Verschleißtest nach ISO 26866 an einem Mercedes-Benz Actros. Dabei reduzierten die Bosch-Bremsbeläge den Verschleiß der Bremsscheibe gegenüber den entsprechenden Erstausrüstungsbremsbelägen um bis zu 25 Prozent.
Für Werkstätten und ihre Flottenkunden ist dieser Aspekt relevant, denn die Standzeit der Komponenten beeinflusst Wartungsaufwand, Reparaturkosten und Fahrzeugverfügbarkeit.
Zusätzliche Prüfungen über gesetzliche Vorgaben hinaus
Bei Bremskomponenten zählt eine verlässliche Qualitätssicherung. Bosch testet die neuen Scheibenbremsbeläge daher nach eigenen Angaben zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen gemäß ISO 26865 und ISO 26866. Die freiwilligen Prüfungen betrachten unter anderem Einfahr- und Verschleißverhalten, Hitzeempfindlichkeit sowie simulierte Bergabfahrten.
Auch die Montage wurde berücksichtigt: Das für den Einbau benötigte Zubehör liegt den neuen Bremsbelägen bereits bei. Das kann freie Werkstätten dabei unterstützen, Arbeitsabläufe bei planbaren Bremsenreparaturen effizient zu gestalten.
Bremsenservice bleibt ein wichtiges Werkstattthema
Gerade im Nutzfahrzeuggeschäft sind Sicherheit und Fahrzeugverfügbarkeit eng miteinander verbunden. Bremskomponenten müssen zuverlässig funktionieren, zugleich können unnötig lange Standzeiten schnell wirtschaftliche Folgen für den Fahrzeugbetreiber haben. Eine eindeutige Teilezuordnung, hohe Fahrzeugabdeckung und montagegerechte Reparaturlösungen sind deshalb wichtige Faktoren im Werkstattalltag.























































