Check-Formulare für die Werkstatt: sechs Prüfblätter

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Ein Prüfblatt macht aus einer Sichtkontrolle eine dokumentierte Leistung. Der Kunde sieht, was geprüft wurde, die Werkstatt hat einen Beleg – und aus dem Blatt entsteht der nächste Auftrag. Sechs Formulare stehen kostenlos als PDF bereit, ohne Anmeldung.

Die sechs Prüfblätter im Einzelnen

Die Blätter unterscheiden sich nicht nur im Anlass, sondern im Umfang. Deshalb hier jeweils, was tatsächlich abgefragt wird.

Servicecheck – Fahrzeugannahme

Das umfangreichste Blatt und das einzige mit Kundendaten: Name, Kennzeichen, Handynummer, Kundennummer, E-Mail und Kilometerstand, dazu ein Feld für Schäden am Fahrzeug bei der Annahme. Geprüft werden Reifen mit Abriebsbild, Profiltiefe vorn und hinten sowie DOT, Frontscheibe, Wischblätter, Displayanzeige, Bremse, Achsteile und Lenkung und Auspuff. HU-Termin und Klimaanlagen-Wartung werden mit Fälligkeit eingetragen.

Wirtschaftlich die beiden wichtigsten Felder stehen unten: die Freigabegrenze für Zusatzarbeiten und die Häkchen für Kfz-Schein und Serviceheft. Format A4.

Frühjahrscheck

Der vollständige Durchgang nach dem Winter, in neun Gruppen mit OK und Nicht OK: Bremsen (Klötze und Scheiben vorn und hinten, Schläuche, Leitungen), Reifen mit Profiltiefe, Luftdruck und Beschädigungen, Radaufhängung (Lager und Gelenke, Radlager, Domlager, Staubmanschetten, Stoßdämpfer), Flüssigkeitsstände inklusive Batterie, Keilriemen mit Zustand und Spannung, Beleuchtung mit Scheinwerfereinstellung, Windschutzscheibe, Abgasanlage und die Fälligkeit von HU und AU.

Unten Kennzeichen, Datum, Name und Unterschrift des Prüfers sowie ein Anmerkungsfeld. Format A4.

Urlaubscheck

Aufbau wie der Frühjahrscheck, mit zwei Positionen, die vor der langen Fahrt zählen: Batterietest und Funktionsprüfung der Klimaanlage. Radlager und Domlager fehlen dafür. Saisonal stark nachgefragt und ein guter Anlass für den Kundenkontakt vor der Ferienzeit. Format A4.

Wintercheck

Zwölf Positionen als Sicht- und Funktionsprüfung, davon zwei winterspezifisch: das Frostschutzmittel im Kühler mit Eintrag bis minus Grad und die Scheibenwaschanlage mit Frostschutz und Spritzdüse. Dazu Batterie, Beleuchtung, Bremsen, Motorölstand, Radaufhängung, Scheibenwischer, Keilriemen, Reifendruck und Profil, Stoßdämpfer und Abgasanlage.

Das Blatt schließt mit einer Reparatur-Empfehlung ja oder nein – die Zeile, aus der der nächste Auftrag entsteht. Format A4.

Sicherheitscheck

Die kurze, saisonunabhängige Variante mit zehn Positionen: HU, Windschutzscheibe und Wischerblätter, Bremsbeläge und Bremsscheiben, Abgasanlage, Stoßdämpfer als Sichtprüfung, Gelenkwellenmanschetten, Ölstand, Frostschutz für Kühler und Wisch-Wasch-Anlage, letzter Ölwechsel und Bremsflüssigkeit.

Das PDF ist interaktiv, lässt sich also am Rechner ausfüllen. Im Format A5 passt es in die Auftragsmappe.

Reifencheck

Das einzige Blatt, das für den Kunden gedacht ist. Je Rad – vorn links, vorn rechts, hinten links, hinten rechts – werden Luftdruck, Profiltiefe, Reifenalter, Ventilkappe, Laufrichtung und der Zustand von Laufflächen und Außenflanke bewertet, jeweils in drei Stufen statt nur OK und Nicht OK. Auch die Reifenart wird angekreuzt.

Auf der Rückseite stehen Kundentipps zu Luftdruck, Profiltiefe, Reifenalter, Ventilen und Einfahrschäden. Deshalb funktioniert das Blatt als Beileger nach dem Radwechsel. Format A5, mit Stempelfeld und Unterschrift.

Warum das Blatt mehr wert ist als die Prüfung

Eine Kontrolle, die nur mündlich stattfindet, ist für den Kunden nicht sichtbar und für die Werkstatt nicht belegbar. Mit einem ausgefüllten Prüfblatt ändern sich drei Dinge:

Der dritte Punkt ist der wirtschaftlich interessante: Ein Prüfblatt, das im Fahrzeug bleibt und dessen Kopie in der Kundenakte liegt, ist die Grundlage für den Anruf in vier Wochen. Ohne Dokumentation gibt es diesen Anruf nicht.

Mängel dokumentieren, ohne sich zu verpflichten

Ein Prüfblatt hält fest, was zum Zeitpunkt der Kontrolle sichtbar war. Das ist eine Momentaufnahme und keine Garantie über den Zustand des Fahrzeugs.

Sinnvoll ist deshalb ein klarer Umfang auf dem Formular: welche Positionen geprüft wurden und dass es sich um eine Sichtprüfung ohne Demontage handelt. Ebenso wichtig ist die Zeile für abgelehnte Arbeiten – wenn ein Kunde einen festgestellten Mangel nicht beheben lassen will, gehört das mit Datum und Unterschrift auf das Blatt. Der Wintercheck bildet das über die Reparatur-Empfehlung ab, die übrigen Blätter über das Anmerkungsfeld.

Häufige Fragen

Ja, sofern die Leistung vorher vereinbart wurde. Ein dokumentierter Check mit Prüfblatt ist leichter zu berechnen als eine mündliche Sichtkontrolle, weil der Umfang für den Kunden erkennbar ist.

Der Servicecheck ist das Annahmeblatt mit Kundendaten. Frühjahrs-, Urlaubs- und Wintercheck sind die drei Saisonblätter im Format A4. Der Sicherheitscheck ist die kurze, saisonunabhängige Variante in A5. Der Reifencheck ist das einzige Blatt, das dem Kunden mitgegeben wird.

Ein bei der Annahme vereinbarter Betrag, bis zu dem zusätzlich festgestellte Arbeiten ohne erneute Rückfrage ausgeführt werden dürfen. Sie steht auf dem Annahmeblatt, weil sie dort schriftlich festgehalten und vom Kunden gegengezeichnet wird.

Eine Sichtprüfung erfasst nicht alles. Deshalb sollte auf dem Formular stehen, dass es sich um eine Sichtprüfung im beschriebenen Umfang ohne Demontage handelt. Zur Haftungsfrage im Einzelfall sollte fachlicher Rat eingeholt werden.

Der Reifencheck arbeitet mit drei Stufen: bis sechs Jahre, über sechs Jahre und nicht feststellbar. Ablesen lässt sich das Alter an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke, deren letzte vier Ziffern Woche und Jahr der Herstellung angeben. Auf dem Annahmeblatt des Servicechecks gibt es dafür ein eigenes DOT-Feld.

Weil die geprüften Positionen sich unterscheiden und der Anlass ein anderer ist. Ein Blatt, das zum Anlass passt, wird vom Kunden als Leistung wahrgenommen; eine allgemeine Liste nicht.

Hinweis: Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Umfang und Formulierung der Prüfblätter sollten an die eigenen Abläufe angepasst werden.