Tipps für die Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung gehört neben der TÜV-Prüfung zu den Leistungen, mit denen freie Werkstätten in die Kundenbindung investieren können. Wir geben Tipps für die Durchführung der AU.

 Die Abgasuntersuchung (AU) muss aus Umweltschutzgründen regelmäßig durchgeführt werden, denn die Abgase von Fahrzeugen gehören zu den Hauptquellen der Luftverschmutzung. Außerdem ist das Abgassystem sicherheitsrelevant, denn ein Defekt kann gefährliche Gase ins Fahrzeuginnere leiten und zu einem Leistungsverlust des Motors führen, der schlimmstenfalls einen Unfall nach sich zieht.

Neben der eigentlichen Abgasuntersuchung können freie Werkstätten eine Sichtprüfung des Systems durchführen. Dazu gehören die Sichtung von Abgasrohr, Katalysator, Schalldämpfer sowie aller Verbindungen und Dichtungen im Abgassystem.

 

So gehen Sie Schritt für Schritt bei der AU vor:

Fahrzeugvorbereitung: Zuerst wird das Fahrzeug auf eine Hebebühne oder Prüfstraße gebracht und gestartet. Es ist wichtig, dass der Motor betriebswarm ist, um präzise Messergebnisse zu erhalten.

Durchführung der Abgasmessung: Ein Abgasmessgerät wird am Auspuff des Fahrzeugs angebracht, um die Abgase zu analysieren. Dabei werden die Werte von Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffen (HC), Stickoxiden (NOx) und der Partikelzahl gemessen.

Analyse der Messergebnisse: Die ermittelten Emissionswerte werden mit den gesetzlichen Grenzwerten verglichen. Sind die Werte innerhalb der erlaubten Grenzen, gilt das Fahrzeug als abgasgeprüft. Andernfalls müssen Reparaturen am Abgassystem vorgenommen werden, bevor eine Zulassung möglich ist.

Dokumentation und Freigabe: Nach erfolgreicher Abgasprüfung wird eine Bescheinigung erstellt und dem Fahrzeughalter übergeben. Diese Bescheinigung ist notwendig für die Zulassung oder den Verkauf des Fahrzeugs. Falls das Fahrzeug die Prüfung nicht besteht, müssen die Mängel behoben und eine erneute Abgasuntersuchung durchgeführt werden.

Inwieweit sich die Investition in einen eigenen Prüfstützpunkt lohnt und welche Aufwände und Kosten damit verbunden sind, haben die Teilnehmer auf unserem Werkstatt-Stammtisch diskutiert.

Weitere Beiträge
Alltagsschäden werden zum Kostenfaktor: Reparaturpreise ziehen spürbar an

Kleinere Schäden im Alltag entwickeln sich zunehmend zu echten Kostentreibern. Eine aktuelle Studie zeigt, dass…

Unterdruckleitung statt Austausch: Reparaturlösung spart Zeit, Kosten und Ressourcen

Defekte Unterdruckleitungen zählen zu den unscheinbaren, aber folgenreichen Problemen im Werkstattalltag. Risse, poröse Stellen oder…

Mehr als nur Filtration: Hengst erweitert Portfolio um komplexe Motorkomponenten

Der Ersatzteilmarkt entwickelt sich zunehmend in Richtung komplexer Baugruppen – ein Trend, der sich jetzt…

Mehr Abdeckung, weniger Kompromisse Eibach erweitert sein ERL-Programm deutlich

Die Anforderungen im Ersatzteilgeschäft verändern sich rasant – insbesondere im Fahrwerksbereich. Mit dem konsequenten Ausbau…

Wenn die Front mehr kann Neue „Phygital Shields“ von FORVIA HELLA zeigen, wohin sich Fahrzeugtechnik entwickelt

Die Fahrzeugfront wird zunehmend zur Hightech-Zone: Mit den sogenannten „Phygital Shields“ entwickelt FORVIA HELLA ein…

Partner der Woche LIQUI MOLY bietet freien Werkstätten als starker Partner ein breites Sortiment

Diplom-Chemiker David Kaiser leitet bei unserem Partner der Woche LIQUI MOLY den Bereich Forschung &…

Sicher abdichten statt nachbessern Der Dichtmassenberater von ELRING bringt Klarheit in die Werkstattpraxis

Ob Ölwanne, Ventildeckel oder Getriebegehäuse – moderne Motoren und Aggregate stellen hohe Anforderungen an die…

Mehr als nur Filtration DENSO ClearAir+ bringt neue Schutzstandards ins Fahrzeuginnere

Saubere Luft im Fahrzeuginnenraum ist längst mehr als ein Komfortmerkmal – sie ist ein entscheidender…