Leistungselektronik von E-Fahrzeugen effizient testen

Jetzt Newsletter abonnieren und kostenlos zur automechanika 2026!

Neues System von Bosch Engineering für Hochvoltkomponenten

Weltweit steigt das Angebot an Elektrofahrzeugen. Mit der Anzahl neuer Modelle und Plattformen nimmt auch der Entwicklungsaufwand für die Komponenten im Hochvoltsystem der Fahrzeuge zu. Eine schnelle, effiziente und vor allem sichere Lösung, die Leistungselektronik des Antriebs im Entwicklungslabor zu prüfen, bietet das neue High-Voltage Lab Rig (HVLR) von Bosch Engineering. Das System integriert eine Hochvolt-Spannungsquelle und elektronische Sicherheitsfunktionen für den Stromkreis des zu testenden Bauteils in einem portablen Kompaktschaltschrank. „Viele Untersuchungen an der Leistungselektronik von Elektrofahrzeugen können so vom Prüfstand in das Hochvoltlabor verlagert werden. Damit lassen sich wertvolle Anlagenkapazitäten für andere Test- und Validierungsaufgaben freimachen und damit die Entwicklungszeit und -kosten reduzieren“, so Andreas Nachreiner, Head of Product Management Business Field eMobility bei Bosch Engineering.

Durch einen modularen Aufbau kann das Testsystem flexibel an die individuellen Kundenbedürfnisse adaptiert werden. Beispielsweise sind verschiedene Spannungsebenen bis 1200 Volt sowie unterschiedliche Kommunikations-schnittstellen und optional eine integrierbare Ersatzlast wählbar. Auch eine spätere Erweiterung, etwa auf höhere Ausgangsspannungen bis 1500 Volt, ist möglich. Die Systembedienung erfolgt komfortabel mittels Touch-Screen-Display. Auf dem Monitor werden zudem alle Betriebsparameter wie Statusmeldungen, Informationen zur Systemeinstellung und eventuelle Fehlerwarnungen gebündelt und übersichtlich dargestellt.

Hohe Sicherheit vor lebensgefährlicher Spannung

Ein Schwerpunkt bei der Konzeption des High-Voltage Lab Rig lag auf der Sicherheit im alltäglichen Testbetrieb. „Im Labor müssen viele Untersuchungen direkt an den spannungsführenden Bauteilen der Leistungselektronik erfolgen. Fehler sind dabei lebensgefährlich. Unser Schutzkonzept deckt potenzielle Unfallursachen ab und mindert die Risiken bei Arbeiten am Hochvolt-Stromkreis“, erklärt Heinz-Georg Schmitz, Director Engineering Mechatronic Solutions bei Bosch Engineering. Ein weiterer daraus resultierender Vorteil ist der Schutz des Testobjekts vor Beschädigungen während der Prüfung. Das ist vor allem bei Prototypbauteilen von Vorteil, die nur in geringen Stückzahlen verfügbar sind und bei denen Defekte zu Verzögerungen im Entwicklungsprozess führen würden.

 

Die Sicherheitsfunktionen werden durch eine separate Einheit, die High-Voltage Safety Box (HVSB), umgesetzt. Sie wurde gemäß DIN EN ISO 13849 entwickelt und bietet unter anderem eine Isolationsüberwachung, einen Interlock-Schaltkreis, eine Einbindung an ein Labor-Notauskonzept und eine SPS-Schnittstelle, mit der das High-Voltage Lab Rig nahtlos in die Testautomation des Hochvoltlabors eingebunden und ferngesteuert betrieben werden kann. Die High-Voltage Safety Box gehört zum Lieferumfang des High-Voltage Lab Rig, ist aber auch als separates Modul erhältlich, beispielsweise um die Sicherheitsfunktionen und die SPS-Schnittstelle bei vorhandenen Hochvolt-Spannungsquellen nachzurüsten.

  • High-Voltage Lab Rig (HVLR) integriert Hochvolt-Spannungsquelle und elektronische Sicherheitsfunktionen in einem modularen System
  • Verlagerung der Tests vom Prüfstand ins Hochvoltlabor reduziert Entwicklungszeit und -kosten
  • High-Voltage Safety Box (HVSB) sorgt für sichere Arbeitsbedingungen am Hochvolt-Stromkreis
Weitere Beiträge
Detailansicht eines geöffneten Hochvoltbatteriepakets mit blauen zylindrischen Zellen und schwarzen Halterungen
Mit der steigenden Zahl von Elektrofahrzeugen rückt die Aufarbeitung von Hochvoltbatterien stärker in den Fokus….
Gelber Sportwagen fährt auf einer Küstenstraße, mit Blick auf das Meer und die Berge im Hintergrund. Das Auto hat ein offenes Verdeck und ist von hinten zu sehen.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen ändern sich die Anforderungen an Bremsbeläge. Besonders das Geräuschverhalten…
Lächelnder Mechaniker mit Tablet in einer Autowerkstatt, im Hintergrund ein Kollege bei der Arbeit
Der Werkstatt-Stammtisch am 21. Juli beleuchtet, welche Kennzahlen freie Werkstätten jetzt im Blick haben sollten,…
DENSO erweitert sein Wischblätter-Programm auch für Elektrofahrzeuge
DENSO erweitert sein Wischblätter-Programm um 31 neue Produkte, darunter Flatblades und Heckscheibenwischer, speziell für Elektrofahrzeuge….
Knorr-Bremse Messestand auf der IAA Transportation 2026 mit Fokus auf Elektrifizierung, Automatisierung und digitale Lösungen
Knorr-Bremse stellt auf der IAA Transportation 2026 zahlreiche Innovationen für emissionsfreie und hochautomatisierte Nutzfahrzeuge vor….
Außenansicht des modernen SKF-Gebäudes in Mühlheim an der Donau mit blauen Fenstern und SKF-Logo
SKF öffnet am 15. Juli 2026 seine Werkstore in Mühlheim an der Donau für freie…

Elektrofahrzeuge gelten als wartungsarm – wartungsfrei sind sie jedoch nicht. Vor allem vor einer längeren…

GKN Automotive PremiumKit für Elektrofahrzeuge: Achsmanschette, Schmierfett und Befestigungselemente für Antriebswellenreparatur
Mit dem PremiumKit erleichtert GKN Automotive freien Werkstätten die fachgerechte Reparatur von Antriebswellen moderner Elektrofahrzeuge….