Hochvolt-Fahrzeuge in der Werkstatt

Hochvolt-Fahrzeuge in der Werkstatt

Auf den richtigen Umgang kommt es an

Wenn Werksttt-Betreiber ihren Betrieb fit für die E-Mobilität gemacht haben, also einen oder mehrere Hochvolt-Arbeitsplätze eingerichtet und ihre Mitarbeiter geschult haben, kann die Arbeit an E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen los gehen. Allerdings erfordert der Service von Fahrzeugen mit Hochvoltsystem teilweise andere Arbeitsweisen und ein grundsätzlich hohes Maß an Vorsicht. Schließlich unterscheidet sich die Arbeit an Elektroautos deutlich vom Service an Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb. Eines sollten sich Werkstatt-Profis stets vor Augen führen: Das Berühren von unter Spannung stehenden Teilen des Fahrzeugs kann zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen. Einige wichtige Tipps für den richtigen Umgang mit den Stromern im Werkstatt-Alltag haben wir hier für Sie zusammengetragen.

  • Vor Arbeiten an einem Fahrzeug mit HV-System muss ein entsprechend qualifizierter Mitarbeiter („Hochvolttechniker (HVT) für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen“) eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen und klären, ob eine Freischaltung notwendig ist. Dabei sind die Herstellerangaben zu befolgen.
  • Werkstatt-Mitarbeiter, die Hochvolt-Komponenten wie etwa einen Klima-Kompressor austauschen, müssen über die entsprechende Qualifikation (mindestens „Hochvolttechniker (HVT) für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen“) verfügen.
  • Der Arbeitsbereich um HV-Fahrzeuge herum muss gekennzeichnet und durch Absperrbänder, Geländer o.ä. abgesichert werden.
  • In der Werkstatt befindliche HV-Fahrzeuge müssen durch entsprechende Warnschilder erkennbar geennzeichnet sein.
  • Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen gilt grundsätzlich die Vorgehensweise:
  1. Spannungsfrei schalten
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern
  3. Spannungsfreiheit feststellen
  4. Erden und Kurzschließen
  5. Benachbarte unter Spannung stehende Teil abdecken oder abschranken

Nach Beendigung der Arbeiten muss das Fahrzeug wieder in Betrieb genommen werden.

  • Grundsätzlich dürfen bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvolt-Fahrzeugen ausschließlich Werkzeuge und Hilfsmittel eingesetzt werden, die den Spezifikationen der Fahrzeughersteller entsprechen.
  • HV-Leitungen sind durch die Signalfarbe Orange gekennzeichnet und somit eindeutig erkennbar.
  • Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen“ unterwiesen wurden. Ohne Unterweisung darf das Auto nicht einmal bewegt werden.

 

Hochvolt-Arbeitsplätze im Kfz-Bereich

Die Einrichtung von Hochvolt-Arbeitsplätzen im Kfz-Bereich ist für Werkstattbetreiber ein entscheidender Schritt, um sich für die Ära der E-Mobilität zu rüsten. Doch die korrekte Handhabung dieser Arbeitsplätze erfordert nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch ein umfassendes Verständnis für die Besonderheiten von Hochvoltsystemen. Die Arbeit an Hochvolt-Fahrzeugen, sei es ein rein elektrisches Auto oder ein Hybridfahrzeug, unterscheidet sich erheblich von herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. In erster Linie steht die Sicherheit im Vordergrund, da Berührungen von unter Spannung stehenden Teilen schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen können. Daher ist die Schulung der Werkstattmitarbeiter von großer Bedeutung.

Sicherheitshinweise für Arbeiten an Hochvoltsystemen

Bevor Arbeiten an einem Fahrzeug mit einem Hochvoltsystem beginnen, ist eine umfassende Gefährdungsbeurteilung durch einen qualifizierten Mitarbeiter unerlässlich. Dieser Mitarbeiter, auch bekannt als Hochvolttechniker (HVT) für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen, bewertet die potenziellen Risiken und klärt, ob eine Freischaltung des Hochvoltsystems erforderlich ist. Diese Beurteilung beruht auf den Herstellerangaben und gewährleistet, dass alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, bevor die Arbeiten starten.

Werkstatt-Mitarbeiter, die Hochvolt-Komponenten wie beispielsweise Klima-Kompressoren austauschen oder Wartungsarbeiten an Hochvoltsystemen durchführen, müssen über die entsprechende Qualifikation verfügen. Mindestens als “Hochvolttechniker (HVT) für Arbeiten an HV-eigensicheren Systemen” geschult zu sein, ist eine grundlegende Anforderung. Diese Qualifikation gewährleistet, dass die Mitarbeiter die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, um die Arbeiten sicher und sachgerecht durchzuführen.

Der Arbeitsbereich rund um Hochvolt-Fahrzeuge muss in hohem Maße gekennzeichnet und abgesichert sein. Dies dient nicht nur dem Schutz der Mitarbeiter, sondern auch der Gewährleistung eines reibungslosen Arbeitsablaufs. Hierfür können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, wie die Verwendung von Absperrbändern, die Einrichtung von Sicherheitsgeländern oder vergleichbare Schutzvorkehrungen. Die Sicherheit hat in diesem Zusammenhang oberste Priorität.

Kennzeichnung von HV-Fahrzeugen

In der Werkstatt müssen Hochvolt-Fahrzeuge eindeutig und gut sichtbar durch entsprechende Warnschilder gekennzeichnet sein. Dadurch sind sie für alle Mitarbeiter gut erkennbar und ermöglichen es diesen, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Die klare Kennzeichnung trägt maßgeblich zur Sicherheit im Arbeitsumfeld bei.

Sicherheitsprozeduren bei Arbeiten an Hochvoltsystemen

Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen sind spezifische Sicherheitsprozeduren zwingend zu beachten. Diese umfassen die Schritte des Spannungsfrei Schaltens, das Sichern gegen Wiedereinschalten, das Feststellen der Spannungsfreiheit, das Erden und Kurzschließen sowie das Abdecken oder Abschranken benachbarter unter Spannung stehender Teile. Erst nach dem Abschluss dieser Sicherheitsprozeduren kann das Fahrzeug wieder ordnungsgemäß in Betrieb genommen werden.

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