Abbiegeassistent zur Unfallreduzierung für Lkw

Der neue Abbiegeassistent soll im Voraus bereits erkennen, wohin sich Fußgänger oder Radfahrer bewegen, und so die Gefahr durch Verkehrsunfälle deutlich reduzieren. Das Ziel von Continental ist es, mit seinem neu entwickelten Rechtsabbiegeassistenten für Lkw die Gefahr zu erkennen, bevor sie bereits entsteht. Auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 19. bis 27. September präsentiert das Unternehmen dort seine neueste Innovation. Die neue Technik soll auch in den nächsten Jahren schrittweise weiterentwickelt werden, um noch besser vorrausschauend zu erkennen, wohin sich ein Fußgänger oder Radfahrer bewegen wird.

Continental ist auf der IAA Nutzfahrzeuge In Halle 17 an Stand B11/A06 vertreten, dort können sich Besucher den vorrausschauenden Abbiegeassistenten ansehen oder ihn auf dem Freigelände im „Innovation Truck“, einem Demonstrations-Lkw, direkt live erleben.

Gefahren schon vorher erkennen

Bereits heute lassen sich ab Werk Lkws mit einem Abbiegeassistenten vom Zulieferer ausstatteten. Diese warnen den Fahrer, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer im toten Winkel befinden und für sie beim Rechtsabbiegen eine potenzielle Gefahr besteht. Über Radarsensoren wird die aktuelle Position des gefährdeten Verkehrsteilnehmers ermittelt, anschließend wird vom System die Zeit bis zu einem möglichen Zusammenstoß mit dem Lkw berechnet. Dieses Assistenzsystem ist aktuell noch ausschließlich für die Erstausrüstung von Nutzfahrzeugen verfügbar. Continental entwickelt aber derzeit laut eigenen Angaben ein Konzept für die Nachrüstung.

Die nächste Generation des Assistenzsystems soll noch genauer eine Situation nach gefährlich oder ungefährlich einstufen können, dazu will der Zulieferer die Radarsensoren und Kameras erweitern. Denn die größte Herausforderung im Stadtverkehr ist vor allem schnell zu erkennen, ob es zu einem Unfall kommen kann oder nicht. Schnelle Reaktionen von Lkw-Fahrern sind gerade dann notwendig, wenn ein Fußgänger oder Radfahrer einen unmittelbaren Richtungswechsel vornimmt.

Mithilfe der sogenannten Gestenerkennung von Continental will das Unternehmen solche unvorhergesehenen Verkehrssituationen ermitteln und den Fahrer warnen. Um das zu schaffen, wird vom Hersteller eine Kombination aus künstlichen neuronalen Netzen, maschinellem Lernen und bildgebenden Verfahren geschaffen. Diese ermöglicht es dem System, die Richtung zu erkennen, in die sich der Fußgänger oder Radfahrer bewegen wird, noch bevor er es überhaupt tut. Der Fahrer wird damit rechtzeitig gewarnt. Für das Unternehmen ist auch denkbar, das System so zu erweitern, dass eine automatische Notbremse durchgeführt wird.

Digitale Konzepte für Nutzfahrzeuge

Auf dem Messeauftritt von Continental informiert das Unternehmen auch über digitale Konzepte für Spediteure, den Stadtverkehr und Langstreckentransporte. Über ein sogenanntes Kontrollzentrum werden Echtzeitdaten ausgewertet, um damit Kraftstoffkosten im Griff zu behalten und Betriebszeiten zu maximieren. Dieses und weitere Konzepte zeigt Continental auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover.

Quelle: kfz-betrieb.vogel | Bild: fotolia, EvgeniiAnd

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