TPMS für Nutzfahrzeuge: So bereiten sich freie Werkstätten auf die Neuerungen vor

Für Betreiber freier Nfz-Werkstätten stehen im Zuge der sich ständig weiterentwickelnden Nutzfahrzeugbranche immer wieder neue Herausforderungen vor der Tür. Aufgrund der Gesetzesänderungen rund um Fahrerassistenzsysteme ist ab dem 6. Juli 2024 das TPMS (Tire Pressure Monitoring System) für alle neu zugelassenen Trailer verpflichtend.

Reifendrucküberwachungssysteme sollen für mehr Fahrsicherheit und Fahrkomfort sorgen. Das ab Juli 2024 auch für neue Nutzfahrzeuge verpflichtende Reifendruckkontrollsystem (TPMS) überwacht den Reifendruck und warnt den Fahrer bei einem Druckabfall von mehr als 20 Prozent über eine Meldung im Zugfahrzeug. Betroffen von der Neuerung sind Fahrzeuge der Klassen M1 bis O4. Neben erhöhter Straßensicherheit führt der optimale Reifendruck auch zu einem reduzierten Kraftstoffverbrauch, geringeren CO2-Emissionen und einer längeren Lebensdauer der Reifen.

Was bedeutet die Neuerung für freie Nfz-Werkstätten?

Mit zunehmender Anzahl von zugelassenen Nutzfahrzeugen, in denen das TPMS verbaut ist, müssen freie Werkstätten sich auf steigende Aufträge rund um Wartung, Tausch und Reparatur der Systeme einstellen. TPMS werden auch Bestandteil der Hauptuntersuchung sein. Wer sich gut vorbereitet, investiert durch entsprechende Expertise nicht nur in das Wissen rund um neue Technologien, sondern auch in die Kundenbindung. Der fachgerechte Umgang mit TPMS in der Werkstatt erfordert in jedem Falle die Auseinandersetzung mit den technischen Anforderungen des Systems. Beispielsweise sind verschiedene Sensoren und deren Protokolle nicht immer untereinander kompatibel. Für eine korrekte Funktionsweise müssen die Sensoren mit der Position des Reifens an das Steuergerät angelernt werden. Als Einstieg für einen Überblick zum Thema können freie Werkstätten beispielsweise das kostenlose Online-Webinar von PROFI Werkstatt nutzen. Das Webinar findet am 06. März 2024 um 14 Uhr statt.

Unser Tipp: TPMS werden Bestandteil der HU. Mit einer automatischen HU-Erinnerung können freie Werkstätten die Kundenbindung festigen.

Was ist TPMS?

Was ist TPMS?

TPMS steht für Tyre Pressure Monitoring System. Dabei handelt es sich um ein Reifendruckkontrollsystem, das mithilfe von Sensoren den Reifendruck überwacht. TPMS-Sensoren an der Felge oder der Innenseite des Bremssystems und Reifens prüfen den Druck und geben bei Bedarf eine Warnung an den Fahrer, wenn der Reifendruck zu niedrig ist.

Was ist der Unterschied zwischen RDKS und TPMS?

RDKS ist ein Reifendruckkontrollsystem, das den Reifendruck in Kraftfahrzeugen überwacht und im Falle eines Druckverlustes eine Warnung im Display für den Fahrer anzeigt. Das Reifendruckkontrollsystem ist auch unter dem Namen TPMS (Tyre Pressure Monitoring System) bekannt.

Gibt es TPMS fürs Motorrad

Gibt es TPMS fürs Motorrad?

Auch beim Motorrad lässt sich der Reifendruck mit TPMS überwachen. Das Reifendruckkontrollsystem lässt sich bei Bedarf nachrüsten. TPMS Sensoren prüfen am Motorrad Reifendruck und Reifentemperatur, damit Motorradfahrer frühzeitig vor Problemen gewarnt sind.

Was bedeutet eine Fehlermeldung des TPMS?

Je nachdem, ob ein direktes (aktives) oder indirektes (passives) TPMS im Fahrzeug verbaut ist, wird im Cockpit der aktuelle Reifendruck angezeigt (aktives TPMS). Passive Systeme zeigen keine konkreten Messwerte an, sondern lösen die Warnleuchte im Cockpit aus. Wird ein Druckverlust angezeigt, sollten Autofahrer prüfen, ob ggf. eine Reifenpanne vorliegt. Die Fehlermeldung ist in jedem Fall ein Warnsignal, das ernst genommen werden sollte.

Wartung und Reset von TPMS

Bei der Wartung von Fahrerassistenzsystemen sollten Werkstätten sich genau an die Vorgaben der Hersteller halten. Die Sensoren von TPMS-Systemen müssen zusammen mit allen weiteren Komponenten geprüft werden, wenn ein Austausch durchgeführt wurde. Auch im Rahmen der Reifenwartung müssen Reifendruckkontrollsysteme anschließend geprüft werden. Das Zurücksetzen / Reset des TPMS erfolgt über entsprechende OBD-Geräte im Rahmen der Wartung.

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